Häufig gestellte Fragen

In Deutschland gibt es über 1500 Tierheime und nahezu jedes Tierheim beherbergt einen oder mehrere Langzeitinsassen. Dies ist zum einen für die Tierheime eine sehr unschöne Situation, aber insbesondere auch für die Hunde, welche in vielen Fällen mehr Zeit damit verbringen, im Tierheim auf ein Zuhause warten, als tatsächlich ein Zuhause zu haben. Die meisten Tierheime verfügen nur über begrenzte Kapazitäten und können allen ihren Bewohnern nur schwer in dem Umfang gerecht werden, wie es eigentlich notwendig wäre. Ein Tierheim kann daher immer nur eine Übergangsstation sein, darf aber nie zur Endstation werden. 
Leider spricht die Realität oft eine andere Sprache.
Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung im Tierschutz ist Langzeitinsassen.de der festen Überzeugung, dass es für jeden Hund den passenden Menschen gibt – sie müssen sich aber finden. 
Viele Tierheime haben jedoch nur eine regionale Reichweite, und auch die gängigen überregionalen Vermittlungsportale werden der Aufgabe, den Langzeitinsassen eine erfolgreiche Vermittlung zu ermöglichen, nur unzureichend gerecht. In der schieren Hundeflut auf diesen recht anonymen Portalen gehen die Älteren, die Kranken, die Verhaltensauffälligen und Hunde, die völlig grundlos zu Langzeitinsassen wurden, oftmals einfach unter. 
Darüber hinaus sind die Tierheime allermeist auch so von ihrer Arbeit vor Ort vereinnahmt, dass nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht, alle Hunde regelmäßig und aktiv zu bewerben. 
Diesem Problem zu begegnen, hat sich Langzeitinassen.de zur Aufgabe gemacht. Wir möchten Tierheime bei der Vermittlung unterstützen, indem wir den Langzeitinsassen überregionale Reichweite verschaffen und insbesondere mit unserem YouTube-Format die Vermittlungschancen noch weiter erhöhen. 

Erwähnt werden muss auch, dass sich die Anzahl der Hundehalter in Deutschland in den letzten Jahren massiv erhöht hat. 
Auch wenn es grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung ist, dass immer mehr Menschen „auf den Hund“ kommen, muss leider auch beobachtet werden, dass sich viele Menschen zuvor nur unzureichend mit dem Thema Hund auseinandersetzen. Es beginnt oftmals bereits mit der Unkenntnis über die Eigenschaften und Bedürfnisse der verschiedenen Hunderassen und setzt sich fort in einer Haltung, die den Ansprüchen des Hundes für ein allseitig harmonisches Zusammenleben nicht gerecht wird. 
Im Ergebnis gibt es immer mehr Hunde, die die verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten entwickeln und deshalb oder auch einfach aufgrund von allgemeiner Überforderung dann den Weg ins Tierheim finden und die ohnehin schon angespannte Situation in deutschen Tierheimen weiter verschärfen.
Eine ganz wesentliche Aufgabe sieht das Projekt daher auch in der Aufklärungsarbeit. 

Oder kurz: Damit das Tierheim nicht die Endstation ist. 

Die Nutzung von Langzeitinsassen.de ist für Tierheime und Interessenten komplett kostenlos!

Dies ist jedoch nicht ohne Spenden möglich.
Bitte schaue auf unsere Projektseite und erfahre mehr darüber, wie Du das Projekt unterstützen kannst und wofür die Spenden genau verwendet werden.
Bitte abonniere uns auch auf Facebook, YouTube, Instagram und TikTok.

Nur durch aktive Unterstützung kann das Projekt dauerhaft am Leben gehalten werden.

Nein.
Es gibt zwar einige Langzeitinsassen, die gewisse special effects mit sich bringen, aber dies trifft nicht auf alle Langzeitinsassen zu.
Manche Langzeitinsassen haben es auch einfach nur schwerer, ein Zuhause zu finden, weil sie alt, krank oder in den Augen mancher Menschen „hässlich“ sind.
Und wieder andere wurden auch völlig grundlos zu Langzeitinsassen. Im Tierheimalltag kann man immer wieder erleben, dass für viele Menschen ein Hund alleine nur deshalb nicht in Frage kommt, weil er schon zu lange im Tierheim ist. „Mit einem Hund, der schon so lange im Tierheim ist, kann irgendwas nicht stimmen“, ist dann der Gedanke. Auch wenn mit dem Hund alles in Ordnung ist.

Zu allen auf Langzeitinsassen.de gelisteten Hunden findet sich in der jeweiligen Detailansicht eine ausführliche Beschreibung des Hundes. 

Die Vermittlungen erfolgen ausschließlich direkt über die jeweiligen Tierheime.
Langzeitinsassen.de tritt ledigleich als Verbindungsglied für den Erstkontakt zwischen Tierheim und Interessent auf.

Nachdem sich entschieden wurde einen Langzeitinsassen kennenlernen zu wollen, besteht auf der jeweiligen Detailseite die Möglichkeit ein Anfrageformular auszufüllen und abzusenden.
Dieses Formular wird automatisch direkt an das jeweilige Tierheim versendet und das entsprechende Tierheim nimmt anschließend mit dem Interessenten Kontakt auf.
Bitte daher unbedingt auf eine korrekte Telefonnummer und E-Mail Adresse achten!

Langzeitinsassen.de ist darüber hinaus nicht in den Vermittlungsprozess involviert.
Sollte es auf eine versendete Anfrage an ein Tierheim innerhalb einer Woche keine Rückmeldung geben, können Interessenten aber auch gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Wir haken dann bei dem betreffenden Tierheim für euch nach. Verwendet dazu bitte unsere E-Mail Adresse Kontakt[at]Langzeitinsassen.de

Schaut dazu bitte einfach auf unsere Tierheim-Seite.
Dort haben wir alle Informationen zusammengestellt.

Selbstverständlich gibt es auch viele Notfälle in den Tierheimen, die noch keine 1000 Tage dort verbringen. Und selbstverständlich hat jeder Hund ein Zuhause verdient, völlig egal wie kurz oder lang er in einem Tierheim sitzt. Die Frage, ab wann ein Hund ein „Langezeitinsasse“ ist, war daher ein wesentlicher Baustein bei der Entwicklung dieses Projektes. Nach vielen Gedanken über diese Frage wurde die Grenze aus den nachfolgenden Gründen bei 1000 Tagen gezogen:

  • Ein Jahr im Tierheim als Kriterium würde zu viele Hunde umfassen und die Plattform schnell beliebig werden lassen.

  • Fünf Jahre im Tierheim als Kriterium würde hingegen nur eine eher überschaubare Anzahl an Hunden umfassen und das Projekt somit auch in seiner Aktivität und Reichweite bechränken.
 
  • 1000 Tage im Tierheim als Kriterium entsprechen wiederum fast drei Jahren – für viele Hunde ein Drittel oder Viertel ihrer Lebenszeit. Mit diesem Grenzwert möchte das Projekt zum einen genügend Hunde umfassen um die Plattform lebendig zu halten, die Listungen zugleich aber auch so begrenzen, dass wirklich jeder Langzeitinsasse die Chance hat gesehen zu werden und somit auch ein Zuhause zu finden.

Langzeitinsassen.de wird von der Langzeitinsassen gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) betrieben.

Die Langzeitinsassen gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) ist eine als gemeinnützig anerkannte Tierschutzorganisation und hat sich gemäß Satzung insbesondere der Förderung von verhaltensauffälligen Hunden und Hunden mit einer besonders langen Verweildauer in Tierheimen verpflichtet.

Mehr Informationen findest Du auf unserer Projektseite oder in unserem Impressum.

Die Nutzung der Plattform Langzeitinsassen.de ist komplett kostenlos.

Dennoch werden die vermittelnden Tierheime in der Regel eine Schutzgebühr für den jeweiligen Hund festsetzen, die von den Interessenten im Rahmen der Adoption zu bezahlen ist. Wie hoch die Schutzgebühr ist, wird individuell von dem jeweiligen Tierheim festgelegt und ist dort zu erfragen.

Oft hört man das Argument, dass die Tierheime doch froh sein sollen, wenn jemand einen Hund adoptieren möchte, der schon so lange Zeit im Tierheim verbringt, und es wird sich darüber echauffiert, dass die Tierheime dennoch auf die Zahlung einer Schutzgebühr bestehen.

Dazu ein paar Worte:

Tierheime sind keine gewinnorientierten Unternehmen, und somit ist eine Schutzgebühr auch kein Kaufpreis.
In den allermeisten Fällen deckt die für ein Tier zu zahlende Schutzgebühr bei Weitem nicht die Kosten, die einem Tierheim im Rahmen der Unterbringung und Betreuung des jeweiligen Tieres entstanden sind.
Insbesondere bei Langzeitinsassen fallen im Laufe der Zeit Kosten an, die die Schutzgebühr um ein Vielfaches übersteigen.
Die Schutzgebühr ist somit finanziell betrachtet nur eine kleine und in der Regel nicht kostendeckende Kompensation für die Aufwendungen, die ein Tierheim für das jeweilige Tier hatte.
Selbstverständlich gibt es natürlich auch immer mal Tiere, die nur sehr kurze Zeit in einem Tierheim verbringen und wo die Schutzgebühr dann tatsächlich höher ist als die durch dieses Tier real entstandenen Kosten. In dem Fall wandert der „Überschuss“ aber nicht in die eigene Tasche, sondern wird genutzt, um die Kosten bei anderen Tieren zu decken, bei denen die Kostenrechnung negativ ausfällt.

Eine Schutzgebühr hat aber noch eine weitere Funktion: Sie schützt Mensch und Tier vor unüberlegten Handlungen.
Leider kann man immer wieder beobachten, dass es Menschen gibt, die sich die Anschaffung eines Tieres im Vorfeld nicht genau überlegen.
Durch die Schutzgebühr wird hier eine kleine Hürde geschaffen, welche die Menschen dazu zwingt, sich die Adoption eines Tieres doch etwas genauer zu überlegen und nicht nur aus einer Laune heraus zu agieren. Nicht zu vergessen ist auch, dass in manchen Köpfen das Denken vorherrscht, dass nur etwas von Wert ist, wofür man auch etwas bezahlt hat. Glücklicherweise sind diese Menschen zwar die Ausnahme, aber es gibt sie. Und es ist die Aufgabe eines Tierheims, die Tiere davor zu schützen.

Oft wird auch argumentiert, dass durch die Schutzgebühr finanziell schwache Menschen von der Adoption eines Tieres ausgeschlossen werden.
Hier muss man gegenhalten, dass eine Schutzgebühr, auch wenn sie mehrere Hundert Euro hoch ist, nur einen sehr geringen Teil der Kosten ausmacht, die ein Tier im Laufe seines Lebens verursacht.
Jeder Interessent an einem Tier sollte sich daher ehrlich die Frage stellen, wie denn die Lebenskosten eines Tieres bestritten werden sollen, wenn es schon Probleme bereitet, die Schutzgebühr für das Tier aufzubringen. Ein Tier kostet nicht nur Futter. Hinzu kommen Versicherungen, Steuern und insbesondere auch Tierarztkosten können schnell auf Tausende von Euros ansteigen.
Eine Schutzgebühr ist daher nur ein kleiner Anteil der Gesamtkosten, die durch ein Tier entstehen, und die Aussage, dass finanziell schwächere Menschen aufgrund einer Schutzgebühr von der Tierhaltung ausgeschlossen werden, ist somit ebenfalls nicht haltbar.

Auf jeden Fall!
Auf unserer Seite Das Projekt | Unterstützen findet ihr alle Informationen.
Wir sind für jede Unterstützung wirklich sehr dankbar, denn ohne ist das Projekt nicht überlebensfähig.